Zur Startseite
  • Mangaportal.de - The Base of Japanimation
  • Kaze no Kizu
  • Z-Zero.de - Your Anime and Manga Communty - Sehr viele Infos zu über 150 Animes und über 100 Games
  • Ecchi.at - Deine neue Ecchi Community
  • Ani-Forum.de
Last Exile 1 (Klick zum vergrössern!)

Story (Last Exile)

Die Story von Last Exile klingt von Anfang an spannend. So sind die beiden 15-jährigen Kinder Klaus Valca und seine beste beste Freundin Lavie Head seit einigen Jahren elternlos und verdienen sich in einer Stadt ihren Lebensunterhalt durch Kurierdienste. Die Welt von Last Exile ist jedoch etwas anders als die uns bekannte Welt. In Prestel, so heißt die Welt, sind sogenannte Van Ships Last Exile 2 (Klick zum vergrössern!) das bevorzugte Transportmittel. Van Ships sind Flugzeuge im Stile der Flugzeuge der 30er-40er Jahre. Soweit sogut. Eines Tages bestreiten Klaus und Lavie ein prestigereiches Wettrennen in ihrer Region, welches sie unbedingt gewinnen wollen um dadurch bekannter zu werden was wiederum mehr Aufträge bringt. Das Rennen wird jedoch von einem Zwischenfall überschattet, der sie mit einem anderen Kurierschiff in Kontakt bringt. Dieses sollte ein Kind namens Alvis Hamilton zum Luftschiff Silvana bringen wurde Last Exile 3 (Klick zum vergrössern!) jedoch von einem feindlichen Van Ship abgeschossen. Klaus und Lavie versprechen dem sterbenden Kurier seinen Job zu vollenden. Dabei staunen die beiden nicht schlecht, als sie feststellen, daß sein Kurierjob 7 Sterne hat (bisher machten die beiden nur Jobs mit 1-3 Sternen, wobei 10 Sterne das Höchste sind). Als sie schließlich Alvis zur Silvana bringen werden Klaus und Lavie in einen Krieg hineingezogen, der sie so schnell nicht mehr lockerläßt. Nicht zuletzt, da sie hier auch etwas über ihren vermißten Last Exile 4 (Klick zum vergrössern!) Vater erfahren, der vor langer Zeit im sogenannten Grand Stream, einem gigantischen Sturm, verschwunden war...

Meinung

Auch wenn die Story einige spannende Wendungen bietet muß man hier klipp und klar sagen, daß sich die Story extrem langsam entwickelt. Wer glaubt die Serie sei bereits nach den ersten 1-5 Episoden spannend, irrt sich mächtig. Im Gegenteil: Last Exile ist die mit Abstand langatmigste und sich am langsamsten entwickelnde Serie, die ich bisher gesehen habe. Abgesehen von einigen spannenden Cliffhangern am Ende ziehen sich die Episoden geradezu wie ein Gummi. Erst im letzten Drittel der Serie kommt etwas Tempo auf. Leider aber auch nicht genug um die Serie von der Story-Seite wirklich fesselnd zu machen. Ein weiteres Problem von Last Exile ist der Versuch komplex zu werden. So werden neben unseren zwei Hauptcharaktere auch ein Soldat sowie das Schicksal einer Prinzessin sowie eines Landes in den Vordergrund gezogen. Dabei erweisen sich die meisten der eigentlich gut gedachten "Side Stories" als pure Zeitverschwendung. Speziell der Charakter des Soldaten ist so richtig störend und komplett nutzlos, da der Soldat in der Story keinerlei tragende Rolle spielt und lediglich einige unwesentliche Seitenaspekte beleuchtet, die kaum jemand interessieren dürften.

Zu den Features gehört auch in dieser Serie ein "deutscher Touch". Nicht nur einige Namen wie "Klaus" sind mehr als offensichtlich aus einem Land, sondern auch die Flugzeugmodelle. Viele der Van Ships erinnern sehr deutlich an Fluggeräte der ersten beiden Weltkriege und auch einige politische Elemente der Story könnten mit dem Deutschland im 19. Jahrhundert zusammenhängen.

Flugzeug-Fans kommen bei Last Exile auf jeden Fall auf ihre Kosten. Speziell die ersten Episoden (und das Wettrennen) bieten eine tolle Vielfalt an originellen Designs, die Fans sicher an diverse reale Modelle erinnern werden. Leider wird es nach dem Rennen am Anfang der Serie praktisch keine neuen Van Ships mehr geben sondern nur noch Varianten der bisher gezeigten. Ein großer Fehler, wie ich finde, da damit Flugzeug-Fans nach der 1. DVD eigentlich alles gesehen haben, was sie interessiert...

Die Charaktere sind sowohl Stärke wie auch Schwäche der Serie. Die Mehrheit der Charaktere ist originell und weist unterschiedliche und interessante Charakterzüge auf. Die rund 6 Hauptcharaktere werden im Laufe der Serie leicht ausgebaut und ihre Vergangenheit beleuchtet. Der große Nachteil ist jedoch das Charakterdesign der beiden Hauptcharaktere Klaus und Lavie. Egal wie sehr ich es auch versuchte, konnte ich mich nicht an sie gewöhnen. Zum einen ist das Design der beiden wichtigesten Charaktere irgendwie weit unter dem Niveau der anderen Hauptcharaktere, zum anderen bekommt man an mehreren Stellen das Gefühl, daß vor allem Klaus in verschiedenen Szenen deutlich anders gezeichnet ist und andere Gesichtsproportionen aufweist. Dies verwirrt immer wieder etwas. Einen Pluspunkt gibt es aber auch noch für einige originelle Nebencharaktere wie z.B. das Reparaturteam der Silvana mit deren ganz individuellen Abenteuern und deren eigener Sicht aller Ereignisse.

Grafisch ist Last Exile definitiv ein Hingucker. Von der ersten Episode an merkt man, daß dies eine neuere Serie ist, die mit teilweise bombastischen Rauch-, Licht- und Spezialeffekten aufwarten kann. Auch viele der Hintergründe sind sehr liebevoll gezeichnet und sorgen für mehr als einen Oho-Effekt. Die eher selten vorkommenden Luftkämpfe sind ein kleiner Höhepunkt und übertreffen noch einmal die ansonsten bereits hochwertigen Animationen. Einziger Minuspunkt sind aber auch hier die Charakterdesigns von Klaus und Lavie, die, im Gegensatz zu, z.B. dem Captain Alex Low, billig und grafisch unpassend zur ansonsten optisch anspruchsvollen Serie wirken. Dies kann jedoch den Gesamteindruck nicht trüben - Last Exile ist ein grafisches Meisterwerk in nahezu jeder Hinsicht!

Akustisch startet Last Exile mit einem mittelmäßigem Introlied, welches nach mehrmaligem Hören jedoch noch angenehm werden kann. Verglichen mit den wesentlich imposanteren Intros von z.B. .hack // SIGN oder VanDread, was ja auch von GONZO stammt, ist Last Exile jedoch deutlich schwächer. So richtig schwach ist alledings das Endlied welches nur zum Einschlafen animieren kann...Die Synchrostimmen sind, wie es bei japanischen Anime eigentlich üblich ist, nahezu durchgehend hervorragend besetzt. Es gibt jedoch einige Stellen, wo die Aussprache nicht Lippensynchron ist. Dies ist jedoch nicht wirklich dramatisch.Die Hintergrundmusik ist angenehm und kann die Atmosphäre an zahlreichen Stellen verdichten.(by Saguya)

Titel: Last Exile (2003), Genre: Fantasy, Laufzeit: 30min,
Regie: Koichi Chigira

Artikel zum Review gibt es hier:

Hier gehts zum Shop

Dieses Dokument verwendet valides XHTML 1.0Dieses Dokument verwendet valides CSSZum Seitenanfang